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Definition Engel:
- Gottes Boten, die seine Nachricht und Taten uns Menschen übermitteln.
- Menschenähnliche Wesen mit Flügeln einer Gans, die am Rücken befestigt sind

Im Himmel ist ein Engel nichts Besonderes, aber auf Erden. Ich kann mich glücklich schätzen, Engel um mich zu haben, auch wenn ich sie nicht erkennen sollte oder erkannt habe, denn wo Engel hausen, da ist wiederum der Himmel und sei's auch mitten im Weltgetümmel.
Ich erkenne sie an ihrer strahlend hellen Erscheinung und in ihrer Gegenwart schwinden all meine Probleme und minimieren sich auf einen Punkt des Vergessens.

Der Mensch wichtet.
Gott richtet.
Das Nichts nichtet.
Ein Engel sichtet.

Bewusst wahrgenommen wird nur das, was ich denke und fühle. Alles andere verbleibt im Bewusstsein als Bewusstseinsstruktur unerkennbar verborgen im Ganzen.
Engel sind gegenwärtig, aber liegen doch für mich in der Zukunft.
Ich kann sie nicht berühren, aber dafür umso stärker fühlen.
Gott gehören sie, Gott verfügt über sie.
Wie kann ich nur verlangen, sie berühren zu dürfen? Befinde ich mich an dem schmalen Grat der Blasphemie? Wer kann mir denn helfen, außer einem Engel, der Gottes Botschaft, sein Gesetz mir überbringt?

Ein kleiner Engel kam und lächelte.
Ich rede mit ihm und er schaut mich mit seinen blauen Augen an.
Ich rede und rede, es gibt soviel zu reden, zu fragen, aber der Engel kehrt um und fliegt nach Hause - ins Paradies.
Ich sehe in dieser Vorstellung die Gefahr einer Endlosschleife und versuche sie abzubrechen, aber erfolglos.

"Marvin, Maaaarvin!"
Es rüttelt und schüttelt mich und ich schlage die Augen auf. Vor mir stehen Fred und Jasmin mit einem sorgenvollen Gesichtsausdruck.
"Was ist passiert", frage ich langsam sprechend.
"Dir ist ein Ziegel auf den Kopf gefallen", meint Jasmin. "Wir sagten noch: Vorsicht, Dacharbieten!, aber Du bist trotz allem weitergegangen. Naja, und dann fiel der Ziegel vom Dach."
"Du hast echt Glück gehabt", meint Fred und hilft mir hoch, "Du hattest wohl einen Schutzengel."
Ich schaue mich um und die Baustellenarbeiter sind sichtlich erfreut, als ich ihnen gesund -. mehr oder weniger - zunicke.
Jasmin nimmt mich in ihren Arm und wir gehen weiter.

Plötzlich klingelt irgendein Handy und Jasmin zieht ihres aus ihrer Handtasche.
"Hallo? ... Hallo, Schatz! ... Bin mit Marv und Fred unterwegs. ... Ja klar. ... Ok, bin dann gleich da. Hab' Dich lieb!"
Sie legt auf und lässt mich los: "Sorry, das hatte ich ganz vergessen. Die Mutter meines Freund hat heute Geburtstag und ich muss nun dahin."
Ich schwanke noch etwas und Fred übernimmt Jasmins Position, da ich doch noch wackelig auf den Beinen stehe.
"Macht es gut, Leute!" So geht Jasmin ihren Weg, schaut noch einmal mit ihrem wunderschönen Lächeln in meine Richtung und winkt zum endgültigen Abschied.
Ich seufze und sage: "Und Engel treten leise aus den blauen Augen der Liebenden, die sanfter leiden."
Fred blickt mich an und fragt mich: "Was bitte?"
"Ach schon gut. Ich möchte mich gerne etwas hinlegen. Der Schlag auf den Kopf war etwas zu viel für mich."

Wo bist du hin? Noch eben warst du da -
Was wandtest du dich wieder abwärts, wehe,
nach jenem Leben, das ich nicht verstehe,
und warst mir jüngst doch noch so innig nah.

Laß mich mein Haupt verhüllen, bis du neu
mir wiederkehrst, so rein, wie ich dich liebe,
von nichts erfüllt als süßem Geistestriebe
und deinem Urbild wieder strahlend treu.
Und Engel treten leise aus den blauen Augen der Liebenden, die sanfter leiden.


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