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„Eeeyyy, kennst du Pärchen?“ Völlig erstaunt schaue ich in verschiedene Richtungen und sicherheitshalber in meinen Jutebeutel mit den vier leeren Pullen Bier, die ich als Pfand besitze. Ich schaue in meinen Beutel und sage: „Ihr lebt? Oder sollte ich eher mir Gedanken machen, dass mein Wahnsinn nicht bekannte Ausmaße nimmt?!“ „Ey, neee, duuuu! Kennst du Pärchen, oder so?” Ich merke, der Ruf kommt oberhalb meines Beutels und ich bin ein bisschen erleichtert, dass Bierflaschen doch nicht reden können. Ich also, den Ruflaut ortend: „Wieso das denn?“ „Du siehst so aus, als ob du hier länger wohnen würdest und mit deinem Aussehen kennt man doch bestimmt Pärchen!“ Danke, denke ich zweideutig, denn muss ich a) so ausschauen, dass ICH wirklich NUR Pärchen kenne, die sich mich nur ihrer mitleidsseeligen und mitleidserhofften Sympathie annehmen oder b) der Typ denkt, ich hätte eine Freundin und womit ich somit wieder eine Subkultur ‚Pärchen’ darstelle. Ich, den Typen erkennend mit seiner Gabba-Freundin und einem Jack-Russel-Terrier, der sofort im Antlitz meiner Anzughose seine neue zu begattende Hundepartnerin erkennt (ich gebe zu, der Anzug ist braun): „Neeee, es gibt maximal mein zweites ICH!“ Seine Freundin: „Hääääh?“ „Schon mal was von Schizophrenie gehört?“ Sie voller Begeisterung: „Ja klar, das kann man doch trinken!“ Ich: „So ähnlich! Aber ich gebe gerne einen aus und mein Kumpel neben mir bezahlt.“
Wir stehen zu viert, also offiziell zu dritt, an einer Bude meiner Strasse. Der Jack-Russel-Terrier des typischen Namens Charly begattet weiterhin meine Anzughose, was jedoch mein neues, kennen gelerntes Pärchen nicht stört, sondern nur ein: „Das tut der sonst niiiieeee!“ hervorbringt. „Ist ja alles super, zumindest dass mich ein Rüde attraktiv findet, aber der Hugo Boss-Anzug war echt teuer und die Farbe weiß ist keine Komplementärfarbe zu braun – also AUSSS, Charly!“, denke ich.
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