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Irgendwann passiert es. Die Freundin besucht einen und erzählt mit freudigen Augen, dass sie in den Urlaub fliegen wird – Spanien, um es zu konkretisieren. Nun gibt es zwei Varianten, mit diesem Problem umzugehen – aus der Sicht des anderen Partnerschaftsmitglied. Der eine würde panikerfüllt denken: „Oh Gott, dann lernt sie bestimmt einen Juan, Pablo, Miguel oder Carlos kennen. Ich kenne doch diese Spanier!“ Der weibliche Part würde vielleicht denken: „Oh Gott, dann lernt er doch bestimmt eine Ana, Maria, Isabel, Shakira oder Carla kennen. Ich kenne doch diese Spanierinnen!“
Ich gehöre zu der zweiten Variante, als mir meine momentane Lebensabschnittsgefährtin erzählte, dass sie nach Spanien fliegen würde. Ich lächle sie an und sage: „Baby, guten Flug. Genieße die Sonne und schreib mir mal eine Karte, ja?“ Sofort denke ich nämlich an Dinge, die ich in dieser Ruhepause tüchtig ausnutzen könnte. „Du bist nicht traurig, dass ich für zwei Wochen weg bin?“, fragt sie leicht irritiert. „Wieso denn?“ „Ja, ich bin doch für ganze zwei Wochen weg. Dann sehen wir uns für Weile nicht mehr.“ „Aber Hase, worin siehst du denn das Problem? Das ist doch mal fein, wenn du weg bist.“ Sie schaut schockiert und ich nutze meinen Überraschungseffekt, um mein Ende der Aussage ganz schnell zu korrigieren: „... wenn du im Urlaub bist. Ich kennen keinen anderen, der diesen Urlaub mehr verdient hätte, als du!“ „Ehrlich? Und was ist mit anderen Männern, die ich vielleicht kennenlernen werde?“ „Du, da vertraue ich dir vollkommen!“ „Aber was, wenn ich mit jemanden Unbekannten treffen werde?“ „Hase, du bist in Spanien. Es wäre ein Wunder, wenn du genau in diesem Zeitraum alte Schulfreunde treffen würdest. Natürlich sind da nur Unbekannte!“, sage ich. „Ok, hm“, sie schaut in die Luft und überlegt, dann fährt sie fort: „Jetzt stelle dir mal vor, ich sei in Spanien und treffe den David.“ „Wer ist denn David?“ „Ja, eben ein Schulkollege.“ „Schatz, was sollte dein David in Spanien suchen?“ „Jetzt lasse dich doch einmal auf das Szenario ein, Mensch.“ Ich schnelle zurück und schüttele verzeihend meine Hände: „Okay! Jetzt bin ich gespannt!“ „Also, mein Schulfreund David wäre da jetzt. Er ist nach Spanien ausgewandert und hat dort ein Hotel aufgebaut. Und genau in diesem Hotel würde ich jetzt wohnen. Was meinst du jetzt?“
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