Termine
Marvin & Friends
Marvin on Mono
Supported by...
Presse
andere
Lesen gehört
Gallerie
Wallpaper
e-Shop
NEWSletter
Impressum

Teil 1

Ich habe mir des öfteren Gedanken über diverse weibliche Aussagen gemacht. Und wir Männer begehen immer wieder, vollkommen unterbewusst, ohne Absicht, ohne es genau zu wissen, es zu spüren oder es zu kennen einen Fehler: wir begegnen dem weiblichen Part mit Logik, unserer Logik.
Meistens denken wir Männer, dass sich Streitigkeiten in einer Beziehung durch unsere glasklare, bestechende Logik in Luft auflösen könnten – aber immer wieder passiert folgendes: es wird noch schlimmer.
Der Mann steht wie ein gegossener Pudel in einer dunklen, regnerischen Beziehungsgasse der Rhetorik und sucht irgendeinen Lichtstrahl der Erkenntnis, der ihm zeigen könnte, was eigentlich Gegenstand dieses eventuellen Streits gewesen ist.
Was ist der Grund dieser alltäglichen Missverständnisse? Wie könnten wir eine Kommunikationsbasis schaffen, in der sich zwei verschiedene Hormonstandpunkte vereinen?

Um das Problem greifbar zu gestalten, hier ein paar Szenarien und beginnen mit einem Beispiel bezüglich meiner letzten Freundin.
Sie ruft mich aus Spanien an und wir telefonieren. Das Gespräch dauert mittlerweile um die zwanzig Minuten und ich sage freundlich, die Logik im männlichen Halfter:
„So, dann wünsche ich dir einen schönen Abend. Mach’s gut, sonst wird es noch zu teuer für dich.“
Falsch!!! Die Antwort von ihr lautet: „Dann rufe ich jetzt gar nicht mehr an, wenn du mich abwürgen willst.“
Auch das ständige Verneinen dieser unabsichtlichen Auffassung bringt überhaupt nichts.
„Das meinte ich nicht. Ich möchte nur nicht dein Urlaubsbudget verringern.“
Das ist Logik, aber sie scheint nicht zu helfen.
Am nächsten Tag erhalte ich eine SMS von ihr - aus Spanien. In ihr steht:
„Ach, wo wir jetzt telefoniert haben, vermisse ich dich umso mehr!“
Ich antworte, vollkommen logisch gesehen: „Dann ruf’ nicht mehr an!“
Aber ich möchte hier nicht über mich sprechen, denn es geht hier um die allgemeine Männerlogik im Ganzen und wie sie hinsichtlich weiblicher Argumentationsstruktur scheitert.

Wir Männer bekommen es auch mittlerweile hin, ehrlich zu sein.
Doch wie sollte es anders sein, wir sind wieder zu ehrlich und das Schlimmste, wir kombinieren die Männerlogik mit Ehrlichkeit.
Szenario: Ein Pärchen trifft sich zum ersten Mal mit ihrem Lieblingspärchen, also vom weiblichen Part gesehen.
Er schüttet sich den Abend mit Bier voll.
Sie: „Das ist schon dein fünftes Bier!“
Er: „Gute Auffassungsgabe!“ (Logik verknüpft mit einem Kompliment an die Frau.)
Sie: „Willst du etwa so weiter das Bier in dich hineinschütten?“
Er: „Ich fang doch gerade erst an!“ (Vollkommen ehrliche Antwort.)
Sie: „Wieso denn nur?“
Er: „Weil deine Freunde echt ätzend sind. Sie hat eine Stimme wie eine Möwe – ich bekomme Ohrenbluten - und wenn ich ihm eine Frage stelle, muss ich zwei Minuten auf eine Antwort warten. Nichts gegen euch übrigens.“

Und das Szenario, wenn ein Mann in der Anwesenheit seiner Geliebten ein hübsches Mädel sieht - darüber brauche ich wohl nicht zu reden.
Obwohl es vielleicht schon wieder erwähnenswert ist, da dieses einen sehr guten Grenzfall darstellt, denn der Mann begreift just in diesem Moment, dass er nicht hinschauen soll, darf, kann und andere Hilfsverben.
Selbst der gut überlegte Rettungsanker verbaler Natur, der nächtelang schlaflos entwickelt worden ist, verpufft direkt nach dem Aussprechen der höchst männlich-ehrlichen Aussage:
„Aber Schatz, sie sehe ich als ein Objekt, dich aber als einen Menschen!“
Mein Herren, es tut mir leid, aber das rettet nicht die entstandene Situation.

Wir erkennen nun unmittelbar, dass Männerehrlichkeit und –logik dicht zusammenhängen.
Ein weiteres Szenario.
Ein romantischer Abend klingt sanft aus. Das 2x2-Meter-Bett sei die Stätte der harmonischen Ruhe. Die Müdigkeit fordert ihren Attribut des männlichen Parts, was soviel bedeuten soll, dass man(n) keine sexuelle Lust mehr empfindet.
Sie aber kuschelt sich an ihn und meint hauchend: „Schlaf mit mir!“
Er: „Was versuche ich denn hier gerade? Ich will ja schlafen, aber wenn du weitersprichst, wird das Einschlafen eben sehr kompliziert.“


.: Fortsetzung folgt - zurück zu den Geschichten :.


Warum ich so fett bin <

Marvin's O-N-S >

Startseite